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PVC hart – einer der ersten Kunststoffe und bis heute ein häufig eingesetzes Material
PVC (Polyvinylchlorid)hat die längste
Geschichte aller Kunststoffe. Die ersten PVC-Rohre wurden in den 1930er
Jahren gefertigt.
PVC ist ein thermoplastischer Kunststoff, der aus Salz
und Öl oder Gas erzeugt wird. PVC wird aus Chlor (das entsteht,
wenn Salzwasser durch Elektrolyse zerlegt wird) mit Ethylen (das man aus
Öl oder Gas über ein Krackverfahren erhält) hergestellt.
Nach mehreren Schritten führt dies zur Entstehung eines weiteren
Gases: Vinylchlorid-Monomer (VCM). In einer weiteren Reaktion, auch als
Polymerisierung bezeichnet, verbinden sich dann die Moleküle von
VCM zu einem feinen weißen Puder (PVC). Dieser Puder wird mit
Additiven und Stabilisatoren gemischt, um die gewünschten
Eigenschaften für die Anwendung zu erzielen. Die entstehenden
PVC-Granulate werden dann in das Endprodukt umgewandelt. Die Anlieferung
des Rohstoffs zum Verarbeitungbetrieb erfolgt in der Regel nicht als
fertige Mischung. Abgestimmt auf die gewünschten Eigenschaften des
Fertigproduktes und auf die Maschinen mischt sich jeder Verarbeiter
unter Beigabe von Farbstoffen und Additiven, wie z. B. Stabilisatoren,
den Werkstoff selbst. Das Grundmaterial kann durch einen weiteren
Verarbeitungsschritt für die jeweilige Anwendung
maßgeschneidert werden, beispielsweise durch Beifügung
mineralischer Verstärkungsstoffe.
PVC hart ist von den Massenkunststoffen der steifste, ist schwer
entflammbar, besitzt hohe chemische Beständigkeit und ist leicht
formbar (Muffprozess).
Einsatzbereich: PVC-hart kommt im Siedlungswasserbau
in Abwasser- und Trinkwasserrohren zur Anwendung. Zudem findet
PVC-hart in Dränage- und Kabelschutzrohre
Verwendung.
PE – ein Werkstoff für viele Anwendungen
PE (Polyethylen) ist der Gruppe der Polyolefine
zuzuordnen. Diese werden aus Öl und Naturgas erzeugt. Der
Prozess heißt Polymerisierung, wobei kurze Ketten aus Chemikalien
(Monomere) unter Beifügung eines Katalysators zu langen Ketten
(Polymeren) verknüpft werden. Polymere sind feste Thermoplaste, die
mittels Extrusion oder Spritzguss zu Rohren oder Formstücken
verarbeitet werden. Es ist ein widerstandsfähiges thermoplastisches
Material, das seit den frühen 1950-er Jahren im Einsatz ist.
PE ist leicht, flexibel und einfach zu verschweißen. Die glatte
Innenfläche der Rohre sichert ausgezeichnete
Fließeigenschaften. Ständige Weiterentwicklung des
Kunststoffs hat seine technische Leistungsfähigkeit immer weiter
erhöht, was zu stark wachsendem Einsatz bei bedeutenden Gas- und
Wasserversorgungsunternehmen in aller Welt führte.
Die Eigenschaften von PE erlauben die Verlegung in „Lining-„
und aufgrabungsfreier Technologie. Von diesem Werkstoff gibt es
unterschiedliche Typen: PE 80, PE 100 RC, PEX.
Einsatzbereich: Druckrohre in der
Wasserversorgung, in Abwasserleitungen kommt
es bei verschweißten Systemen (Gebirgsableitungen bzw. geologisch
schwierige Bodenverhältnisse) zum Einsatz, weiters bei Kunststoffgasleitungen
und bei Kabelschutzrohren.
PP – ein äußerst vielseitiges Polymer
PP (Polypropylen) ist der Gruppe der Polyolefine
zuzuordnen. Diese werden aus Öl und Naturgas erzeugt. Der Prozess
heißt Polymerisierung, wobei kurze Ketten aus Chemikalien
(Monomere) unter Beifügung eines Katalysators zu langen Ketten
(Polymeren) verknüpft werden. Polymere sind feste Thermoplaste, die
mittels Extrusion oder Spritzguss zu Rohren oder Formstücken
verarbeitet werden. Es ist ein widerstandsfähiges thermoplastisches
Material, das seit den frühen 1950-er Jahren im Einsatz ist.
Durch Compounding, dh. Vermengung von Polypropylen mit mineralischen
Verstärkungsstoffen kann das Eigenschaftsprofil des Rohrsystems
nach Anforderung noch verbessert werden (z. B. Erhöhung der
Steifigkeit, etc.)
Einsatzbereich: Aufgrund seiner hohen Schlagfestigkeit
(auch bei niedrigen Temperaturen) in Kombination mit guten Werten bei
Steifigkeit und einer ausgezeichneten chemischen Resistenz sowie der
hohen Temperaturbeständigkeit ist dieser Kunststoff besonders
für Abwassersysteme bestens geeignet.
